Microsoft bleibt einer der großen Gewinner des KI-Booms. Die jüngsten Quartalszahlen unterstreichen eindrucksvoll die operative Stärke des Technologieriesen. 

Der Umsatz kletterte um 19 Prozent auf 92,3 Milliarden Dollar, während der Nettogewinn sogar um 32 Prozent auf 36,6 Milliarden US-Dollar zulegte. Bereinigt um Sondereffekte aus der OpenAI-Beteiligung betrug das Gewinnwachstum 18 Prozent. Besonders beeindruckend entwickelte sich die Cloud-Plattform Azure mit einem Umsatzplus von 48 Prozent auf 33,2 Milliarden Dollar. Die steigende Nachfrage nach KI-Rechenleistung treibt das Geschäft weiter an und erfordert weitere Investitionen in neue Rechenzentren.

Charttechnisch zeichnet sich eine besonders spannende Konstellation ab. Seit dem Tief im Juni bei rund 350 Dollar hat die Microsoft-Aktie eine nahezu mustergültige fünfteilige Elliott-Impulsbewegung ausgebildet. Mit dem Hoch bei 551,77 Dollar könnte die fünfte Welle abgeschlossen worden sein. Nun deutet sich eine klassische ABC-Korrektur an.

Nach einer ersten Abwärtsbewegung (A) könnte die Aktie zunächst im Rahmen der Welle (B) nochmals in Richtung 550 bis 555 Dollar steigen. Die positiven Quartalszahlen könnten hierfür den notwendigen Impuls liefern. Anschließend wäre eine ausgeprägtere Korrekturwelle (C) denkbar. Interessante Fibonacci-Unterstützungen liegen bei 501,70 Dollar und insbesondere 473,10 Dollar.

Microsoft-Chart mit Wellen

Quelle: Börsenmedien AG

Gerade die letztgenannte Marke könnte eine attraktive Einstiegsmöglichkeit eröffnen, sofern sich dort eine nachhaltige Bodenbildung abzeichnet.

Das bullische Szenario: Nach Abschluss der ABC-Korrektur könnte Microsoft seinen übergeordneten Aufwärtstrend fortsetzen. Die Fibonacci-Projektionen liefern mögliche Kursziele bei 607,79 Dollar und später sogar 630,44 Dollar.

Ein nachhaltiger Ausbruch über 555 Dollar würde hingegen für eine frühzeitige Fortsetzung der Aufwärtsbewegung sprechen und das erwartete Korrekturszenario infrage stellen.

Fundamental überzeugt Microsoft weiterhin. Charttechnisch könnte sich jedoch Geduld auszahlen. Die mögliche Kombination aus einer ABC-Korrektur und anschließender neuer Aufwärtsbewegung macht die Aktie besonders interessant.


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Quelle: Börsenmedien AG

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Microsoft.



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